Die bessere Alternative für Email und Kalender

Jakob Hürner · February 6, 2026

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie über meinen Umstieg von Google & Co zu datenschutzfreundlichen und bevorzugt europäischen Diensten, zur Übersicht.

In Zeiten von Messengern spielen Email im privaten Kommunikationsalltag wohl eine untergeordneter Rolle.

Für formalere Kommunikation ist Email aber weiterhin ein wichtiger Kanal. Darüber hinaus sind Emailadressen auch als digitale ID oder Benutzerkennung sowie Emails als Benachrichtigungskanal zentral - und generieren damit auch viele Daten.

Deshalb ist Email (und Kalender) einer der Kernaspekte meiner Abkehr von Google & Co.

Ich habe mich als Alternative zu Emaildiensten von Google & Co für den Anbieter Proton mit Sitz in der Schweiz entschieden, der für hohe Datenschutzstandards bekannt und in diesem Bereich der wohl etablierteste Anbieter ist.

Die Vor- und Nachteile

Folgende Punkte kann man positiv anmerken:

  • Die Bedienung ist vertraut, alles funktioniert so wie erwartet.
  • Der Wechsel von Gmail, Outlook und co. inlusive aller Mails und Kalendereinträge ist dank eigener Wechselfunktion einfach.
  • Die Apps für Mobilgeräte funktionieren reibungslos (das soll nicht immer so gewesen sein).
  • Die Nutzung der eigenen Domain für Emails ist im von mir gewählten Paket inkludiert, die Einrichtung funktionierte reibungslos.

Diese Punkte sind für manche Nutzer:innen vielleicht negativ zu bewerten:

  • Die Suchfunktion ist im Vergleich zur exzellenten Suchfunktion von Gmail eingeschränkt. Der Grund hierfür ist die Verschlüsselung, weshalb Proton einen lokalen Index anlegt auf diesen bei der Suche zurückgreift.
  • Proton kann am Smartphone oder Tablet nicht mit anderen Emailprogrammen außer den offiziellen verwendet werden. Am PC geht dies über ein Zusatzprogramm.
  • Die Kontakte lassen sich nicht mit dem Smartphone-Telefonbuch synchronisieren.

Die Umstellung

Für den Wechsel von Gmail, Outlook und co. inlusive aller Mails und Kalendereinträge bietet Proton eine automatisierte Funktion an. Damit lässt sich der Wechsel komfortabel durchführen und ist meiner Einschätzung nach selbst für Laien recht einfach zu bewerkstelligen.

Ich habe mir im Zuge der Umstellung auch Zeit genommen, bei möglichst vielen Diensten und Kontakten meine Gmail-Adresse gegen die neue zu ersetzen, um möglichst viel meiner Emails über Emailadressen mit eigener Domain und mit Proton abzuwickeln. Geht dennoch noch ein Mail an Gmail, wird es automatisch an Proton weitergeleitet.

Google und seine Datenanalyse umgehe ich somit bei meinem Emails wohl zu 99%.